Donnerstag, 14.Dezember 2017

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Innotrans soll neue Aufträge bringen

Staßfurter Federnwerk präsentiert sich auf weltweit bedeutendster Verkehrstechnik-Messe





Foto: Kathleen Radunsky


Bei der Arbeit: Stephan Daniel (rechts) und Joachim Hartwig stellen bei der Bischoff Federnwerk und Nutzfahrzeugteile GmbH in Staßfurt eine Blattfeder her.



Auf der weltweit bedeutendsten Verkehrstechnik-Messe „Innotrans“ in Berlin wird sich die Bischoff Federnwerk und Nutzfahrzeugteile GmbH aus Staßfurt präsentieren.

Von Kathleen Radunsky

Staßfurt/Berlin:
Bekannt in der ganzen Welt will die Staßfurter Bischoff Federnwerk und Nutzfahrzeugteile GmbH werden. Deshalb beteiligt sich das Familienunternehmen auch in diesem Jahr wieder an der „Innotrans“.
„Wir erhoffen uns von dieser Messe einen guten Zuspruch der Besucher und Aussteller und den Gewinn von Neukunden“, sagt Frank Ritter, Geschäftsführer der Bischoff Federnwerk und Nutzfahrzeugteile GmbH. Zum dritten Mal in Folge beteiligt sich das Unternehmen aus der Bodestadt an der Fachmesse.
Der Hersteller von Federn für die Automobil- und Luftfahrtindustrie, den Maschinenbau, die Landwirtschaft, den Bergbau und für die Bahn wird mit einer Neuerung unter den Ausstellern hervorstechen. Denn per 29. Juni hat das Unternehmen die hersteller-bezogene Produktqualifikation für die Produktion von Blattfedern und Parabelfedern für Schienenfahrzeuge der DeutschenBahn (HPQ) gemeistert. „Damit gehören wir zum Kreise der wenigen Firmen, die diese Zulassung erreicht haben“, sagt Geschäftsführer Frank Ritter.
Damit können die Staßfurter Aufträge von der Deutschen Bahn erhalten.
„Im vergangenen Jahr haben wir rund 1500 Tonnen Federn produziert“, berichtet er. Für 2013 erwartet er an die 2500 Tonnen.

Ein Schritt dahin ist die Teilnahme an der Innotrans, auf der von Unternehmen aus der ganzen Welt neben dem bekannten Portfolio auch neue Technologien vorgestellt werden. Für die Staßfurter ist die Teilnahme selbstverständlich, „schon, um die Kunden-kontakte der mit drei Mitarbeitern in Berlin sein wird. Die Bischoff Federnwerk und Nutzfahrzeugteile GmbH besteht seit 1853 in der Bodestadt und ist bis heute in Familienhand. Während der Standort Am Silberfeld für Verwaltung und die Nutzfahrzeugwerkstatt genutzt wird, dienen die circa 8000 Quadratmeter überdachte Hallenfl äche in der Calbeschen Straße der Produktion. Hier werden Federn für Automobil und Luftfahrtindustrie, Maschinenbau, Landwirtschaft, Bergbau und für die Bahn hergestellt. Im Drei-Schicht-System arbeiten die Metallbauer.

Das Werk verfügt über ein Lager mit etwa 700 Tonnen Stahl, der größtenteils zu Federn für Fahrzeuge verarbeitet wird. Derzeit sind 94 Mitarbeiter angestellt. Zu deren Arbeit gehört es, verschiedene Stahlteile in riesigen Öfen mit bis zu 1000 Grad Celsius zu erhitzen, zu formen und in Wasser oder Öl zu vergüten.
Die Stahlfedern dienen als Federn für Pkw, Busse, Züge oder als Pfl ugteile für Erntemaschinen. Einzelne Stücke stellen die Mitarbeiter noch für Kutschen her, wie es früher eines der Geschäftsfelder unter Schmiedemeister Friedrich Bischoff war.
An der Innotrans 2012 beteiligen sich 23 Aussteller aus Sachsen-Anhalt, darunter GA Energieanlagenbau Nord aus Magdeburg, die Hochschule Harz aus Wernigerode, IFC Composite aus Haldensleben und das Zerbster Schraubenwerk.

Volksstimme, September 2012